Eingetragen am Juli 7th, 2010 von Dominik
In lauen Sommernächten kann man vielerorts das zauberhafte, feenhafte Spiel der Leuchtkäfer beobachten! Mit ihrem Hinterleib können die Käfer ein schwaches, kaltes Licht erzeugen, etwa ein tausendstel so hell wie das einer Kerze. Da die Weibchen der meisten Arten keine Flügel besitzen und eine wurmartige Gestallt haben, werden die Käfer im Volksmund auch Glühwürmchen genannt.

Leuchtkäfer
Das grünliche Leuchten, Biolumineszenz genannt, entsteht durch eine chemische Reaktionen von Proteinen. Dabei werden 95 % der Energie in Leuchtkraft umgesetzt; Werte von denen jeder Glühbirnenhersteller nur träumen kann.
In den meisten Fällen werden die Leuchtsignale ausgesendet, damit männliche und weibliche Tiere zur Paarung zueinanderfinden. Die Signale selbst sind ganz unterschiedlich. Bei manchen Arten besitzen nur die Weibchen Leuchtorgane, bei anderen beide Geschlechter. Manche Arten blinken, andere senden Dauerlicht aus. Die Signale sind arttypisch und unterscheiden sich in Länge und Rhythmus. Somit kann jeder Käfer artspezifische „Morsezeichen“ in die Luft malen. Bei einigen Arten synchronisieren alle Käfer der Umgebung ihre Blinksignale, sodass ganze Busch- oder Baumreihen im gleichen Takt blinken!
Weibchen einer bestimmten Leuchtkäfergattung können die Blinksignale von Weibchen anderer Arten nachahmen. Damit locken sie Männchen der fremden Art an, um sie zu verspeisen. Einige Arten dieser gewieften Killer besitzen gar ein ganzes Repertoire von Signalen unterschiedlicher Arten, je nachdem, welche Art gerade unterwegs ist…
Dieses Wunderwerk der Biolumineszenz hat jedoch auch einen hohen Preis. Denn das freudige Blinken finden nicht nur die potentiellen Partner toll, sondern auch Fressfeinde! Jede Nacht begibt sich der Leuchtkäfer somit auf ein dünnes Drahtseil zwischen Sex und Tod. Bei ihrem nächtlichen Flug zwischen Romantik und Risiko ist es deshalb wichtig, nicht zu sehr mit dem hübschen Geblinke zu prahlen, sonst wird’s ganz schnell dunkel…
Schlagworte: Glühwürmchen, Tanz Abgelegt unter: Naturblock Aktuell
Eingetragen am Juli 7th, 2010 von Dominik

What the bleep do we (k)now?
Der preisgekrönte Kinoerfolg What the Bleep Do We (K)Now? aus den USA hat sich auch in Deutschland bereits zu einem echten Kassenschlager entwickelt.
14 Wissenschaftler liefern verblüffende Erklärungen und geben Denkanstöße: Wie wirklich ist unsere Realität? Warum kehren Krisen und Leid immer wieder? Wie funktioniert Realität, wer erschafft sie? Was sind Gedanken? Wo kommen sie her? Unsere Beziehungen scheinen sich in ihrer Qualität zu wiederholen, woran liegt das? Warum verändert sich nicht wirklich etwas? Haben wir Einfluss auf das, was uns passiert oder sind wir Opfer der Umstände?
Eingebunden in eine humorvolle und bewegende Handlung bieten uns vierzehn renommierte Wissenschaftler(innen) und Dozent(inn)en verblüffende Erklärungen und Erkenntnisse und ermöglichen es uns so, die eigene Lebenssituation zu verstehen und zu verändern. Dabei bedienen sie sich der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse von der Quantenphysik bis zur Gehirnforschung. Ihre Aussagen sind jedoch nicht nur wissenschaftlicher Natur. Über den Verlauf des Films verschwimmen zunehmend die Unterschiede von Wissenschaft und Spiritualität und wir beginnen zu erkennen, dass letztlich beide Sichtweisen die gleichen Phänomene beschreiben.
Schlagworte: buch, buchtipp, Buchtipp des Monats Abgelegt unter: Buchtipp des Monats
Eingetragen am Juli 7th, 2010 von Dominik
Ich leide an Versagensangst, besonders, wenn ich dichte. Die Angst, die machte mir bereits manch schönen Reim zuschanden.
(Robert Gernhardt 1937-2006)
Schlagworte: Angst, Gedi, Gedicht des Monats, Versagensangst Abgelegt unter: Gedicht des Monats
Eingetragen am Juni 3rd, 2010 von Dominik
Mit ihren durchdringenden „sriih-sriih“-Rufen verbreiten Mauersegler dieses herrliche Sommerfeeling in den Städten. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu über 200 km/h jagen die Trupps durch die Häuserschluchten. Der rasante Flieger hat sich in Städten und zunehmend auch Dörfern als ein echter Kulturfolger angesiedelt, wo er unter Dächern und in Gebäudenischen geeignete Wohnstuben findet.

Mauersegler | Bild German-Kunst
Nur zur Brut begibt sich der Mauersegler auf festen Boden. Die übrige Zeit seines Lebens verbringt er komplett in der Luft. Er frisst in der Luft, trinkt in der Luft, schläft in der Luft, betreibt Körperpflege in der Luft und vermag sogar die Paarung im Flug zu erledigen. Dank seiner sehr langen, sichelförmigen Flügel, einem kurze Schwanz und eines abgeflachten Kopfes bringt er die perfekten aerodynamischen Vorraussetzungen für das Leben in der Luft mit. Auf Grund seiner Wendigkeit kann er Insekten und Spinnen spielend aus der Luft fischen. Über ruhigem Wasser trinkt er während des Fluges oder nimmt ein Duschbad, indem er mit Hilfe des Schnabels das Wasser aufspritzt. Zum Schlafen steigt er auf in warme Luftschichten bis zu 3600 Meter. Dort schläft er in einer Art Gleitflug.
Der Körper des Seglers ist derart an das Leben in der Luft angepasst, dass er nur noch verkümmerte Klammerfüße hat um sich an den Nestern unter Gebäuden, oder wie ursprünglich, in Felsen und Klippen festzuhalten. Landet ein Mauersegler doch einmal auf dem Boden, ist er nur noch ein hilfloser Krabbler, da er kaum noch Laufen kann und auch der Start nur mit Mühe gelingt.
Messungen von mit Sendern bestückten Tieren haben ergeben, dass der Mauersegler in seinem bis zu 20 jährigen Leben etwa 4 Millionen Kilometer zurück legen kann oder 97 mal die Erde umkreist, oder er damit 10 mal mit zum Mond gelangen könnte. Schon unmittelbar nach dem Flügge werden ziehen die Jungvögel non-stop bis in den Süden Afrikas.
Bei diesen unglaublichen Leistungen erreicht der Puls des Mauerseglers bei Geschwindigkeiten von 200 km/h etwa 700 Schläge. Sein Blut ist wie ein Superkraftstoff: in 100 ml Blut können etwa 300 mg Blutzucker nachgewiesen werden, der Normwert beim Menschen beträgt 70-100 mg. Auch die Körpertemperatur des Mauerseglers liegt bei für uns tödliche 44 °C.
Mit all diesen Superlativen gehört der tollkühne Mauersegler zu den faszinierendsten Vögeln unserer Breiten.
Schlagworte: Mauersegler, Sommerfeeling, Superlative, tollkühn Abgelegt unter: Naturblock Magazin
Eingetragen am Juni 3rd, 2010 von Dominik

Auch das Licht braucht Zeit: Spannende Phänomene der Naturwissenschaft
Haben Sie sich auch schon einmal überlegt, wieso Wolken weiß sind, der Himmel blau, warum wir blinzeln, warum Hühner keine Schwimmfüße haben oder warum Katzenaugen im Dunkeln leuchten? Auch wenn wir mit dem Begriff “Naturwissenschaft” gedanklich zunächst High-Tech-Labors und komplizierte mathematische Berechnungen verknüpfen, so tauchen doch die meisten Fragen im ganz banalen Alltag auf. Dieses Buch erklärt Beobachtungen, die wir täglich machen, beschreibt Kuriositäten aus der Natur und vermittelt auf unterhaltsame und leichtverständliche Weise naturwissenschaftliche Zusammenhänge.
Autor: Don Glass
Verlag: Komet
Schlagworte: buch, buchtipp, Buchtipp des Monats, Licht, Naturwissenschaft, Phänomene Abgelegt unter: Buchtipp des Monats
Eingetragen am Juni 2nd, 2010 von Dominik

Mondnacht | Bild: German-Kunst
Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt’.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
(Joseph von Eichendorff 1788-1857)
Schlagworte: Gedi, Gedicht des Monats, Mondnacht Abgelegt unter: Gedicht des Monats
Eingetragen am Mai 3rd, 2010 von Dominik
150 Jahre nach Darwins Begründung der Evolutionsbiologie wissen wir heute, das Lebewesen keine Effizienz-gesteuerten-Maschinen sind und auch die Natur nicht so nüchtern pragmatisch ist, wie bei Darwins „Survial of the fittest“ vermutet. Man schaue sich nur die manigfaltige Vielfalt an Muschelformen an die uns die Natur geschenkt hat oder die unendliche Palette an Farben im Vogelreich oder die Abermillionen von Blüten eines Kirchbaumes.

Koalabär schläft bis zu 20 Stunden | Foto: Gregor Czodrowski
Dies alles existiert nicht aus rein funktionellen Gründen. Immer mehr spricht dafür, dass alle Organismen von einer mächtigen Kraft zusammengehalten werden: dem Empfinden, was ihnen gut tut und was ihnen schadet. Schon einfache Zellen folgen Werten. Die darwinistische Vorstellung, alles Lebendige sei gleichsam mechanisch von einer egoistischen Gier beherrscht, versagt dieser Thesegegenüber immer häufiger.
Heute wissen wir, dass sich die einst als so messerscharf-kalkulierend angesehene Evolution einige Irrtümer geleistet hat. Es gibt Tierarten, die ganz offensichtlich gar nicht so perfekt zu ihrem Lebensraum passen – und trotzdem erfolgreich seit Jahrmillionen überleben.
Die Strumpfbandnatter Nordamerikas zum Beispiel bevorzugt aus einer Vielzahl möglicher Delikatessen ausgerechnet Molche, die extrem giftig sind. Dafür zahlt sie einen hohen Preis: Das Molchgift versetzt sie nach Vertilgung des Opfers in Zeitlupe, verlangsamt ihre ganzen Lebensabläufe. So betäubt wird das Raubtier selbst zum leichten Opfer. Was jedoch den Artbestand offenbar bislang nicht beeinträchtigt hat.
Koalabären wiederum machen sich mit ihrem erlesenen Geschmack das Leben ganz schön schwer: Nur Blätter bestimmter Eukalyptusbaumarten in bestimmtem Reifegrad verspeisen die australischen Kuscheltier-Gourmets. Das harte, faserige und energiearme Blattwerk können sie nur dank eines gigantischen Blinddarms, eines ständigen Wiederhochwürgens aus dem Magen in den Mundraum sowie einer ganz besonderen Mikroflora im Darm zu Brei zerkleinern. Weil diese kleinen Verdauungshelfer nicht angeboren sind, müssen junge Koalabären einen speziellen Kot ihrer Mutter fressen – als eine Art „probiotischen Joghurtdrink“. Ein enormer Aufwand für eine ökologische Nische. Kein Wunder, dass die armen Tiere bis zu 20 Stunden am Tag schlafen müssen.
Doch bei allen Beispielen wird deutlich: Evolution geht nicht immer gerade Wege, sondern öfter „um die Ecke“. Was für uns Menschen nicht immer Sinn macht. Aber durchweg erfreulich ist: Wer pfiffig oder ausdauernd ist, kommt auch als wenig angepasster Stromlinien-Evolutionär locker Millionen Jahre weiter. Niemand braucht perfekt zu sein, um zu überleben.
Schlagworte: Biologie, evolution, Evolutionsbiologie 2.0, koala Abgelegt unter: Naturblock Magazin
Eingetragen am Mai 3rd, 2010 von Dominik

Kosmos Vogelführer | Autor: Lars Svensson, Peter J. Grant, Verlag: Franck-Kosmos
Oft werde ich gefragt, welches denn das beste Vogelbestimungsbuch, für Laien und Experten gleichermaßen sei. Der “neue Kosmos-Vogelführer” kann mit gutem Gewissen als DAS Standardwerk für jeden Vogelbeobachter gesehen werden!
Alle relevanten Arten werden ausführlich beschrieben und anhand detailreicher Zeichnungen dargestellt. Die aktuelle systematische Anordnung erleichtert dem Vogelfreund die Suche. Vor dem Bestimmungsteil stellt ein kurzer Abschnitt jeweils die Familie vor. Die einzelnen Arten werden in Kennzeichen, Aussehen, Größe und Vorkommen detailliert beschrieben und spiegeln den neuesten feldornithologischen Wissensstand wider. Abbildungen der verschiedenen Seitenansichten und möglichen Kleider jeder Vogelart ergänzen den Text. Ein Muss für jeden Vogelfreund!
“Der neue Kosmos Vogelführer”
Autor: Lars Svensson, Peter J. Grant
Verlag: Franckh-Kosmos
Schlagworte: buchtipp, Buchtipp des Monats, Vogelfüher Abgelegt unter: Buchtipp des Monats
Eingetragen am Mai 3rd, 2010 von Dominik

Zitronen
Ich muß das wirklich mal betonen:
Ganz früher waren die Zitronen
(ich weiß nur nicht genau mehr, wann dies
gewesen ist) so süß wie Kandis.
Bis sie einst sprachen: “Wir Zitronen,
wir wollen groß sein wie Melonen!
Auch finden wir das Gelb abscheulich,
wir wollen rot sein oder bläulich!”
Gott hörte oben die Beschwerden
und sagte: “Daraus kann nichts werden!
Ihr müßt so bleiben! Ich bedauer!”
Da wurden die Zitronen sauer…
(Heinz Erhardt 1909-1979)
Schlagworte: Gedicht, Gedicht des Monats, Heinz Erhardt, Zitronen Abgelegt unter: Gedicht des Monats
Eingetragen am April 8th, 2010 von Dominik

Die Seele des Ortes | von Blanche Merz
Blanche Merz, die weltbekannte Geobiologin und Forscherin führt uns in ihrem neuesten Buch in eine unbekannte Zwischenwelt. Ausgehend von Erfahrungen und Erkenntnissen aus ihrer geomantischen Forschungsarbeit, macht sie uns damit vertraut, dass Orte nicht nur eine erhöhte Energie aufweisen, sondern Lebensraum geheimnisvoller Wesenheiten, den sogenannten Elementalen sein können. Die dynamische Wechselwirkung auf subtiler, feinstofflicher Ebene gründet auf der Erkenntnis, dass auch der Mensch ein mehrdimensionales Wesen ist, das neben dem sichtbaren physischen Körper aus drei weiteren, immateriellen Körpern besteht, die ihrerseits in Verbindung mit unseren neun (!) Energiezentren, den Chakren des 21. Jahrhunderts stehen.
Erstmals werden in diesem Buch die subtilen Energien der Musik und bildenden Kunst aufgeschlüsselt und deren Schwingungsenergie wird mittels der Bovismetrie erfasst. Blanche Merz zeigt, warum Musik, Farben und Formen heilend, aber auch zerstörend auf den Menschen einwirken können.
Blanche Merz nimmt uns mit auf eine spannende Entdeckungsreise an den Grenzen unseres Wissens und weckt in uns die Sensibilität und Offenheit, uns selbst mit der «Seele des Ortes» zu verbinden und in einen lebendigen Austausch mit den uns umgebenden subtilen Energien zu treten.
“Die Seele des Ortes”
Autor: Blanche Merz
Verlag: AT Verlag
Schlagworte: buchtipp, Buchtipp des Monats, Energie, Kunst, Seele des Ortes Abgelegt unter: Buchtipp des Monats