Spektivblick
Dominik Eulberg, mit allem was dazugehört.

Der Eisvogel, Vogel des Jahres 2009

Beginnen wollen wir den monatlich erscheinenden Naturblock, mit dem Vogel des Jahres 2009 dem Eisvogel!

Der Eisvogel | Foto: Achim Winkler

Der Eisvogel | Foto: Achim Winkler

Vogel des Jahres ist eine Kampagne, die seit 1971 vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) geführt wird.

Der Eisvogel wird wegen seiner schillernden Farbenpracht häufig als „Fliegender Edelstein“ bezeichnet. Niemand, der einmal einen Eisvogel in freier Natur beim Fischen beobachtet hat, kann sich der Faszination dieses schillerndsten unter unseren heimischen Vögel entziehen.

Seinen Namen hat der etwa spatzengroßen Eisvogel (Alcedo atthis) wohl vom althochdeutschen „eisan“ für „schillern“ oder „glänzen“ ab. Die Bezeichnung „Schillervogel“ passt zum flirrenden Farbenspiel, das der Eisvogel im Sitzen und im Flug bietet. Von „Eis“ aufgrund seines eisblauen Gefieders stammt sein Name nicht. Eis ist entgegen der Vermutung sein ärgster Feind, da viele Eisvögel in harten Wintern auf Grund von zugefrorenen Bächen verhungern. Während des letzten Winters verendeten sogar bis zu 80 Prozent.

Sein natürlicher Lebensraum sind naturnahe Bäche und Flüsse, die mit sauberem, klarem Wasser zum Beutefang einladen. An Gewässern, deren Ufer unverbaut sind, baut er seine bis zu einem Meter tiefen Brutröhren in Steilwänden. Der flinke Fischjäger ist optimal an seinen Lebensraum angepasst. Seine Jagdtechnik ist ausgefeilt: Im Sturzflug taucht er bis zu 60 Zentimeter tief ins Wasser ein und binnen Sekunden mit seiner überraschten Beute wieder auf. Seine Beute kann der Eisvogel nur in ruhigem, sauberem oder höchstens leicht getrübtem Wasser erspähen. In stillen Buchten klarer Bäche erzielt der elegante Stoßtaucher bei seinen Jagdflügen Trefferquoten bis zu 100 Prozent.

Wer den faszinierenden Vogel näher kennen lernen möchte, dem empfehle ich Hans-Jürgen Zimmermanns Film “Die Jagd nach dem fliegenden Diamanten”. Mehr dazu unter: www.naturundtierfilm.de.

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