Spektivblick
Dominik Eulberg, mit allem was dazugehört.

“Auch das Licht braucht Zeit: Spannende Phänomene der Naturwissenschaft”

     Eingetragen am Juni 3rd, 2010 von Dominik
Auch das Licht braucht Zeit: Spannende Phänomene der Naturwissenschaft

Auch das Licht braucht Zeit: Spannende Phänomene der Naturwissenschaft

Haben Sie sich auch schon einmal überlegt, wieso Wolken weiß sind, der Himmel blau, warum wir blinzeln, warum Hühner keine Schwimmfüße haben oder warum Katzenaugen im Dunkeln leuchten? Auch wenn wir mit dem Begriff “Naturwissenschaft” gedanklich zunächst High-Tech-Labors und komplizierte mathematische Berechnungen verknüpfen, so tauchen doch die meisten Fragen im ganz banalen Alltag auf. Dieses Buch erklärt Beobachtungen, die wir täglich machen, beschreibt Kuriositäten aus der Natur und vermittelt auf unterhaltsame und leichtverständliche Weise naturwissenschaftliche Zusammenhänge.

Autor: Don Glass
Verlag: Komet

Mondnacht

     Eingetragen am Juni 2nd, 2010 von Dominik
Mondnacht | Bild: German-Kunst

Mondnacht | Bild: German-Kunst

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt’.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

(Joseph von Eichendorff 1788-1857)

Evolutionsbiologie 2.0

     Eingetragen am Mai 3rd, 2010 von Dominik

150 Jahre nach Darwins Begründung der Evolutionsbiologie wissen wir heute, das Lebewesen keine Effizienz-gesteuerten-Maschinen sind und auch die Natur nicht so nüchtern pragmatisch ist, wie bei Darwins „Survial of the fittest“ vermutet. Man schaue sich nur die manigfaltige Vielfalt an Muschelformen an die uns die Natur geschenkt hat oder die unendliche Palette an Farben im Vogelreich oder die Abermillionen von Blüten eines Kirchbaumes.

Koalabär schläft bis zu 20 Stunden  Foto: Gregor Czodrowski

Koalabär schläft bis zu 20 Stunden | Foto: Gregor Czodrowski

Dies alles existiert nicht aus rein funktionellen Gründen. Immer mehr spricht dafür, dass alle Organismen von einer mächtigen Kraft zusammengehalten werden: dem Empfinden, was ihnen gut tut und was ihnen schadet. Schon einfache Zellen folgen Werten. Die darwinistische Vorstellung, alles Lebendige sei gleichsam mechanisch von einer egoistischen Gier beherrscht, versagt dieser Thesegegenüber immer häufiger.

Heute wissen wir, dass sich die einst als so messerscharf-kalkulierend angesehene Evolution einige Irrtümer geleistet hat. Es gibt Tierarten, die ganz offensichtlich gar nicht so perfekt zu ihrem Lebensraum passen – und trotzdem erfolgreich seit Jahrmillionen überleben.

Die Strumpfbandnatter Nordamerikas zum Beispiel bevorzugt aus einer Vielzahl möglicher Delikatessen ausgerechnet Molche, die extrem giftig sind. Dafür zahlt sie einen hohen Preis: Das Molchgift versetzt sie nach Vertilgung des Opfers in Zeitlupe, verlangsamt ihre ganzen Lebensabläufe. So betäubt wird das Raubtier selbst zum leichten Opfer. Was jedoch den Artbestand offenbar bislang nicht beeinträchtigt hat.

Koalabären wiederum machen sich mit ihrem erlesenen Geschmack das Leben ganz schön schwer: Nur Blätter bestimmter Eukalyptusbaumarten in bestimmtem Reifegrad verspeisen die australischen Kuscheltier-Gourmets. Das harte, faserige und energiearme Blattwerk können sie nur dank eines gigantischen Blinddarms, eines ständigen Wiederhochwürgens aus dem Magen in den Mundraum sowie einer ganz besonderen Mikroflora im Darm zu Brei zerkleinern. Weil diese kleinen Verdauungshelfer nicht angeboren sind, müssen junge Koalabären einen speziellen Kot ihrer Mutter fressen – als eine Art „probiotischen Joghurtdrink“. Ein enormer Aufwand für eine ökologische Nische. Kein Wunder, dass die armen Tiere bis zu 20 Stunden am Tag schlafen müssen.

Doch bei allen Beispielen wird deutlich: Evolution geht nicht immer gerade Wege, sondern öfter „um die Ecke“. Was für uns Menschen nicht immer Sinn macht. Aber durchweg erfreulich ist: Wer pfiffig oder ausdauernd ist, kommt auch als wenig angepasster Stromlinien-Evolutionär locker Millionen Jahre weiter. Niemand braucht perfekt zu sein, um zu überleben.

Der neue Kosmos Vogelführer

     Eingetragen am Mai 3rd, 2010 von Dominik
Kosmos Vogelführer | Autor: Lars Svensson, Peter J. Grant, Verlag: Franck-Kosmos

Kosmos Vogelführer | Autor: Lars Svensson, Peter J. Grant, Verlag: Franck-Kosmos

Oft werde ich gefragt, welches denn das beste Vogelbestimungsbuch, für Laien und Experten gleichermaßen sei. Der “neue Kosmos-Vogelführer” kann mit gutem Gewissen als DAS Standardwerk für jeden Vogelbeobachter gesehen werden!

Alle relevanten Arten werden ausführlich beschrieben und anhand detailreicher Zeichnungen dargestellt. Die aktuelle systematische Anordnung erleichtert dem Vogelfreund die Suche. Vor dem Bestimmungsteil stellt ein kurzer Abschnitt jeweils die Familie vor. Die einzelnen Arten werden in Kennzeichen, Aussehen, Größe und Vorkommen detailliert beschrieben und spiegeln den neuesten feldornithologischen Wissensstand wider. Abbildungen der verschiedenen Seitenansichten und möglichen Kleider jeder Vogelart ergänzen den Text. Ein Muss für jeden Vogelfreund!

“Der neue Kosmos Vogelführer”
Autor: Lars Svensson, Peter J. Grant
Verlag: Franckh-Kosmos

“Warum die Zitronen sauer wurden”

     Eingetragen am Mai 3rd, 2010 von Dominik
Zitronen

Zitronen

Ich muß das wirklich mal betonen:
Ganz früher waren die Zitronen
(ich weiß nur nicht genau mehr, wann dies
gewesen ist) so süß wie Kandis.

Bis sie einst sprachen: “Wir Zitronen,
wir wollen groß sein wie Melonen!
Auch finden wir das Gelb abscheulich,
wir wollen rot sein oder bläulich!”

Gott hörte oben die Beschwerden
und sagte: “Daraus kann nichts werden!
Ihr müßt so bleiben! Ich bedauer!”
Da wurden die Zitronen sauer…

(Heinz Erhardt 1909-1979)

“Die Seele des Ortes”

     Eingetragen am April 8th, 2010 von Dominik
Die Seele des Ortes | von Blanche Merz

Die Seele des Ortes | von Blanche Merz

Blanche Merz, die weltbekannte Geobiologin und Forscherin führt uns in ihrem neuesten Buch in eine unbekannte Zwischenwelt. Ausgehend von Erfahrungen und Erkenntnissen aus ihrer geomantischen Forschungsarbeit, macht sie uns damit vertraut, dass Orte nicht nur eine erhöhte Energie aufweisen, sondern Lebensraum geheimnisvoller Wesenheiten, den sogenannten Elementalen sein können. Die dynamische Wechselwirkung auf subtiler, feinstofflicher Ebene gründet auf der Erkenntnis, dass auch der Mensch ein mehrdimensionales Wesen ist, das neben dem sichtbaren physischen Körper aus drei weiteren, immateriellen Körpern besteht, die ihrerseits in Verbindung mit unseren neun (!) Energiezentren, den Chakren des 21. Jahrhunderts stehen.

Erstmals werden in diesem Buch die subtilen Energien der Musik und bildenden Kunst aufgeschlüsselt und deren Schwingungsenergie wird mittels der Bovismetrie erfasst. Blanche Merz zeigt, warum Musik, Farben und Formen heilend, aber auch zerstörend auf den Menschen einwirken können.

Blanche Merz nimmt uns mit auf eine spannende Entdeckungsreise an den Grenzen unseres Wissens und weckt in uns die Sensibilität und Offenheit, uns selbst mit der «Seele des Ortes» zu verbinden und in einen lebendigen Austausch mit den uns umgebenden subtilen Energien zu treten.

“Die Seele des Ortes”
Autor: Blanche Merz
Verlag: AT Verlag

Erste Farbtupfer

     Eingetragen am April 8th, 2010 von Dominik
Erste Farbtupfer

Erste Farbtupfer

Kaum ist der Schnee verschwunden blühen bereits ab Februar/März die ersten Blumen in unseren heimischen Wäldern, bevor der Frühling auch den Rest unserer Landschaft in ein zartes Grün hüllt. Teppiche der weissen bis violetten Blütenständen des Lerchensporns bedecken den noch kargen Waldboden. Auch zarte Schneeglöckchen, goldgelbes Scharbockskraut, farbige Krokusse und leuchtend weisse Buschwindröschen zaubern erste Farbtupfer in die Landschaft. Doch wo nehmen diese Pflanzen so schnell nach dem Winter ihre Kräfte für ein so explosionsartiges Wachstum her?

Ihre Überlebensstrategie liegt tief verborgen. Die Überdauerungsorgane gefinden sich in Form von Knollen, Zwiebeln und Rhizomen unterhalb der Erde. Solche Pflanzen nennt man Geophythen. Dort speichern sie über den Winter hinweg die angesammelten Nährstoffe der letzten Vegetationsperiode. Steigen die Temperaturen im Frühjahr über den Gefrierpunkt beginnt die Pflanze damit diese für das Wachstum freizusetzen. Neuerlicher Frost schadet ihnen nicht, führt nur zu einem kurzen Aussetzen des Wachstums. Somit nutzen Geophyhten das kurze Zeitfenster, in dem die Temperaturen schon hoch genug zum Wachstums sind, das Laub der Bäume aber noch nicht entwickelt ist und sie somit die volle Energie der Sonne zur Photosynthese nutzen können. Bereits im Mai schließen sie ihren Lebenszyklus ab und überdauern den Rest das Jahres unterirdisch.

Frühling

     Eingetragen am April 8th, 2010 von Dominik

Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
“Er kam, er kam ja immer noch”
Die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuß auf Schuß;
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muß.

Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt; “Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai.”

O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.

(Theodor Fontane 1819-1898)

Der wundersame Gesang der Zellen

     Eingetragen am März 1st, 2010 von Dominik

Vogelgesänge, Grillenzirpen, Walgesänge: Überall in der Natur ist Musik. Nun machten Forscher von der University of California in Los Angeles die Entdeckung, das sogar Zellen durch das Vibrieren ihrer Membrane Töne erzeugen.

"Singende" Hefezelle | Bild: Andrew Pelling

"Singende" Hefezelle | Bild: Andrew Pelling

Von spitzen Schreien über dumpfes Grollen, schmatzende Laute oder leises Säuseln – Zellen können sehr musikalisch sein und besitzen ein ganzes Repertoire von Geräuschen. Mit Hilfe von Nanotechnologie fand man heraus, dass gesunde Hefezellen beispielsweise etwas vollbringen, woran Opernsänger regelmäßig scheitern: Mit ungefähr 1000 Schwingungen pro Minute schaffen sie locker ein hohes C oder D. Kommen sie mit Alkohol in Verbindung, geben sie einen grellen Laut in Cis und D von sich. Auch bei genmanipulierten Hefezellen ändert sich die Klangfarbe, absterbende Zellen brummen nur noch dumpf vor sich hin. Die Wissenschaftler benutzten dazu ein Rasterkraftmikroskop, mit dem man bisher nur Bilder der Zellen erstellt hat, wie den Tonarm eines Plattenspielers. Die Spitze des Mikroskops berührt, ähnlich wie eine Platten-Nadel, ganz leicht die Zelle und kann so ihre Vibrationen messen. Durch einen Computer werden dann die Geräusche, die durch die Vibration entstehen, verstärkt, so dass sie auch für das menschliche Ohr hörbar sind.

Nach dem Versuch mit Hefezellen experimentierten die Biochemiker auch mit Krebszellen. Da sich diese Zellen in ihrer Aktivität von gesunden unterscheiden, geben sie auch andere Töne von sich: Lärm, der wie ein schlecht eingestelltes Radio klingt. Mediziner hoffen nun, mit Hilfe des Klangs auf Basis dieser neuen Messmethode künftig kranke Zellen von gesunden unterscheiden und damit Krankheiten erkennen, oder sogar voraussagen zu können. Gerade in der Krebsforschung wäre dies ein revolutionärer Schritt, da man Krebszellen aufspüren könnte bevor die Krankheit ausbricht. Einen Namen für diesen neuen Wissenschaftszweig hat man auch schon gefunden: “Sonocytology”, die Erforschung der Zellgeräusche. Auch kulturell wird diese neue Entdeckung schon genutzt: die deutsche Medienkünstlerin Anne Niemetz lässt in Zusammenarbeit mit Chemikern Zellen in einem Multimedia-Konzert singen – Titel: “The Dark Side of the Cell” in Anlehnung an Pink Floyds “The Darkness of the Moon”.

“Vom Wandern. Neue Wege zu einer alten Kunst”

     Eingetragen am März 1st, 2010 von Dominik
Vom Wandern | von Ulrich Grober

Vom Wandern | von Ulrich Grober

Die alte Kunst des Wanderns ist heute der Einspruch gegen das Diktat der Beschleunigung. Der Autofahrer steht im Stau, der Wanderer geht neue Wege. Er sucht die Exotik der Nähe – und findet sich selbst. Ulrich Grober: “Der Kopf wird frei. Und mit ihm der ganze Mensch”.

Grober erzählt von seinen eigenen Wanderungen. Allein. Mit Kindern. Mit Freunden. Auf dem “Kolonnenweg” der NVA an der ehemaligen Grenze der DDR oder den Rhein entlang. Üeber die Alpen. Auf Heideggers und Hesses Spuren. Er berichtet über das innere Echo eines nächtlichen Zikadengesangs, über den süßen Geruch von Heu, über die Anstrengungen einer winterlichen Schneeschuhpartie.

Grober schlägt den Bogen von Ötzi bis zu den Neo-Nomaden mit Laptop und Isomatte. Sein Buch ist ein philosophisches Brevier: Wie gewinnen wir unsere Zeitsouveränität zurück? Werden die “nomadischen Fähigkeiten” zu einer Schlüsselkompetenz des neuen Jahrtausends? Und es wird ganz praktisch: Aus welchen Bächen lässt sich noch trinken? Was braucht man an Ausrüstung und Proviant, wie orientiert man sich? Ein kluges Buch, ebenso meditativ wie nützlich. Sein Motto: “Ohne Schritte kein Fortschritt. Ohne Bewegung: Stillstand.”

“Vom Wandern. Neue Wege zu einer alten Kunst”
Autor: Ulrich Grober
Verlag: Zeitausendeins